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Smart Meter: Grazer testen sich in die Zukunft

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist der Testbetrieb für den sogenannten Smart Meter in Graz angelaufen.


28.11.11
Intelligente Zähler, sogenannte Smart Meter, sollen zukünftig die mechanischen Stromzähler ersetzen und mehr Transparenz über den Energieverbrauch bieten. So will es die EU, so will es die Industrie – allein die VUs sind noch skeptisch. Mit eher verhaltener Euophorie starten die Konzerne ihre Smart Meter-Tests.

Vor wenigen Wochen hat die Energie Graz hundert Testhaushalte mit Geräten und einer ubitronix-Software zur Datenüberwachung installiert (mit ungefähr 1,5 Jahren Verspätung). Bis zum Jahr 2020 – so die momentane Strategie – sollen 80% der Grazer Kunden mit Zählern dieser modernen Generation ausgestattet sein.

Folgende Tarife werden angeboten, um Einsparungswilligkeit zu testen (in Klammer dei Farben als Erklärung der Grafik):

tabelle

Tarif 1: wochentags 8-14h und 17-20h brutto 9,42
Tarif 2: wochentags von 6-8h und 14-17h und 20-22h brutto 8,16
Tarif 3: täglich von 22-6h brutto 6,48
Tarif 4: Samstag, Sonntag, Feiertag von 6-22h brutto 6,48

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Mit der Installation dieser Zähler einer völlig neuen Generation können Strom und Gas gemessen und mittels Inhouse-Display, also einer Anzeige im Wohnraum, transparent gemacht werden. Mit dem CO2-Fußabdruck wird zudem sichtbar gemacht, wie viel CO2 ein Haushalt oder ein Betreiber eines Kleingewerbes verbraucht. Auch die Einspeisung von Wärme und Strom über installierte Solarthermie und Photovoltaik-Anlagen kann auf diese Weise einbezogen werden.Teil des Projekts ist ein persönliches Beratungsgespräch das die Teilnehmenden mit Energieexperten führen können. Aufbauend auf einer Dokumentation der bisherigen Verbrauchsgewohnheiten der Kunden werden Vorschläge erarbeitet, wie der Kunde künftig Energie und CO2 sparen kann. In einem einjährigen Testbetrieb wird der Kunde laufend über seinen aktuellen Energieverbrauch und die Abweichungen vom Plan via Handy und Internet informiert. Auf diese Weise wird Klimaschutz für alle leb- und sichtbar gemacht.

Die Kunden haben über ihr Home Automation System jederzeit Zugriff auf alle gemessenen Detaildaten und können selbst Einstellungen vornehmen. Über programmierbare Öko-Steckdosen können zudem Geräte vollautomatisch einem zeitlich variablen Öko-Tarif zugeteilt werden. Durch Verlagerung einzelner Verbraucher(geräte) in eine günstigere Tarifzeit können Verbrauchsspitzen reduziert und Kosten gespart werden.

Quelle: Aqua Therm International, 28.11.2011


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