Internationaler Kongress - Innovativer Winterdienst - Feinstaubreduktion
Am 30. September 2010 und 1. Oktober 2010 findet in Lienz im
Rahmen des EU-Life-Projektes CMA+ ein Internationaler Kongress mit dem Titel
"Innovativer Winterdienst - Feinstaubreduktion" statt.
Eckdaten zum Internationalen Kongress:
Termin: 30. September bis 1. Oktober 2010
Ort: Lienz, Tirol, Österreich
Inhalte: Kongress mit vier Themenblöcken, Indoor- und
Outdoor-Ausstellungsbereich
Praxisvorführungen im Stationsbetrieb, Fahrzeugpräsentation, Diskussion
Zielgruppe:
BürgermeisterInnen, AbteilungsleiterInnen der Umweltabteilungen, LeiterInnen
städtischer Wirtschaftsbetriebe, Straßenmeistereien, Winterdienststellen, politische
Resortzuständige, MitarbeiterInnen der Landesverwaltungen, Luftgütemessungen,
Spezialisierte Winter- und Straßendienstfahrzeugbauer, etc.
Allgemeines:
Der Winterdienst und insbesondere die dazu eingesetzten Auftau- und Streumittel
nehmen wesentlich Einfluss auf die lokale Lufthygiene. Erste Erkenntnisse über
die Wirkungszusammenhänge des Winterdienstes und die mit der Wiederaufwirbelung
von Straßenstaub einhergehenden Belastungen der Atemluft mit Feinstaub, zeigen
auf, dass bei Verwendung von feinstaubbindenden Substanzen
(Calzium-Magnesium-Acetat) in Verbindung mit einem dynamischen Winterdienst
eine deutliche Verringerung der Feinstaubbelastung um rund – 30 % (bezogen auf
den Tagesmittelwert) erzielt werden kann.
Die Städte Klagenfurt, Lienz (Österreich) und Bruneck (Italien-Südtirol)
engagieren sich seit 2009 in dem von der Europäischen Kommission geförderten EU
Life Projekt CMA+ auf eigens eingerichteten Versuchsstrecken mit der Messung
und Evaluierung der Auswirkungen im Zusammenhang mit der Ausbringung von
flüssigem Calcium-Magnesium-Acetat als „Feinstaubkleber“. Ergänzend dazu werden
die komplementären Aspekte der Verkehrssicherheit, Enteisungswirkung,
Umweltverhalten getestet und dokumentiert.
Ziel dieses ambitionierten Projektes ist es, gesicherte Hinweise auf
Wirkungszusammenhänge der Indikatoren Aufbringungsmenge, Zeitpunkt, Häufigkeit
und Aufbringungstechnik in Verbindung mit Witterungs- und Luftgütedaten zu
erhalten um Rückschlüsse auf Verbesserungspotenziale für den Winterdienst und
die Lufthygiene zu gewinnen. Aus den Ergebnissen und empirischen Erfahrungen
des Pilotprojektes CMA+ soll ein Bedienungshandbuch für den kommunalen Praxiseinsatz
mit der Zielsetzung der Feinstaubreduktion auf stark befahrenen Verkehrswegen
erstellt werden.

