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Pflanzenöl als Treibstoff für die Zukunft

In einem einjährigen Projekt an der HTL Weiz wird Pflanzenöl getestet. Allerdings nicht als Salatgarnitur, sondern als Treibstoff der Zukunft.

In einem einjährigen Projekt an der HTL Weiz wird Pflanzenöl getestet. Allerdings nicht als Salatgarnitur, sondern als Treibstoff der Zukunft. 14.000 Euro Förderungen für das Projekt wurden bereits zugesagt.

MARTIN SCHEMETH

Keine Spur von Pisa-Frust an der HTL-Weiz: Projektleiter Karl Haar und seine Schüler strotzen geradezu vor Optimismus und Motivation. Ein Jahr lang will eine Projektgruppe Pflanzenöl als Treibstoff testen. "Das wird der größte Praxistest Europas", zeigt sich Haar begeistert. Es gehe vor allem darum aufzuzeigen, dass es Alternativen gäbe, die auch funktionierten.

"Salatöl-tauglich". Insgesamt zehn Autos werden die Schüler der HTL umrüsten und diese "Salatöl-tauglich" machen. Autos, die teilweise von Projektpartnern zur Verfügung gestellt werden. "Wir haben einige Autofirmen, die sehr an dem Projekt interessiert sind, außerdem ist der ÖAMTC mit im Boot", berichtet Haar von den Vorbereitungen. Beeindrucken konnte man mit dem Projekt auch Förderstellen. "Das Land Steiermark unterstützt uns mit 10.000 Euro, das EU-Regionalmanagement schießt 4000 Euro zu, der Antrag beim Umweltministerium läuft noch."

"Tankstellen der Zukunft". Mit dabei sind auch einige Supermärkte, die "Tankstellen der Zukunft", wie Haar und seine Schüler überzeugt sind. Denn der Treibstoff ist eben ganz simples Pflanzenöl, das übrigens momentan sogar billiger als Diesel sei, wie Haar betont.

Forschung. Zu den technischen Erkenntnissen, die man sich durch den Test erhofft, wird in den HTL-Labors auch nach der perfekten Pflanze für den Treibstoff gefahndet: "Wir werden aus den verschiedensten Pflanzen Öl herstellen und dieses analysieren", erklärt Haar, der große Erwartungen in das Projekt setzt: " Einerseits sollen die Schüler Lösungen für auftretende Probleme selber entwickeln. Dann geht es natürlich um den Umweltschutz und eine mögliche kommerzielle Nutzung in der Zukunft." Damit das Projekt gelingt, wird man jetzt so richtig "Gas geben".

Quelle: Kleine Zeitung, 20.12.2004.
 

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