Wien - 66,6 Kilogramm Altpapier sammelte jeder Österreicher im Durchschnitt im vergangenen Jahr - das entspricht einer neuen Rekord-Sammelmenge der Haushalte von insgesamt 541.900 Tonnen Zeitungen, Illustrierte und Verpackungen, so Werner Knausz, Geschäftsführer der Altpapier-Recycling-Organisationsgesellschaft (ARO), am Mittwoch in einer Aussendung. Damit ist die Sammelmenge 2004 um 5 Prozent oder 25.000 Tonne je Haushalt gestiegen. Das ist der stärkste Zuwachs seit Jahren.
Der starke Anstieg der von Österreichs Haushalten gesammelten Altpapiermenge sei auf einen höheren Verbrauch an Papierprodukten in Folge der besseren Konjunktur 2004 zurückzuführen, so Knausz. Aber auch das Sammelsystem habe sich weiterentwickelt und sei mittlerweile "das bequemste Sammelsystem der Welt". Im Schnitt stehe in Österreich ein Sammelbehälter für je fünf Haushalte zur Verfügung. Insgesamt sind in Österreich rund 715.000 Altpapiersammelbehälter aufgestellt. Ein weiterer Grund sei die am 1. Jänner 2004 in Kraft getretene Deponieverordnung.
Pro-Kopf-Sammelmenge von Altpapier
Am stärksten erhöhte sich die Pro-Kopf-Sammelmenge von Altpapier in Oberösterreich, Vorarlberg und im Burgenland (je plus 6 Prozent). Um rund 5 Prozent stieg die pro Kopf gesammelte Altpapiermenge aus Österreichs Haushaltssammlung in Kärnten, in der Steiermark und in Niederösterreich, um 4 Prozent in Tirol, um 3 Prozent in Salzburg und um 1 Prozent in Wien.
Die absolute Sammelmenge je Kopf der Bevölkerung war 2004 mit 75,9 kg in Wien nach wie vor am höchsten - dicht gefolgt von Vorarlberg mit 74,4 kg und der Steiermark mit 71,3 kg. Die Burgenländer sammelten 69,2 kg Altpapier pro Kopf der Bevölkerung, in Kärnten waren es 64,4, in Oberösterreich 63,7 und in Niederösterreich 63,4 kg. In Salzburg wurden im Vorjahr 57,2, in Tirol 53,4 kg Altpapier pro Kopf gesammelt.(APA)
Quelle: Der Standard, 05.01.2005

