An fast jedem fünften Tag war die Sicht in der ehemaligen britischen Kronkolonie im Jahr 2004 durch Gase, Rauch und Autoabgase stark getrübt, teilte die Hongkonger Smogwarte am Donnerstag mit. Rund 80 Prozent der Verschmutzungen ziehen aus dem stark industrialisierten südchinesischen Perlfluss-Delta nach Hongkong.
Umweltschützer betonen, dass das Smog-Problem im vergangenen Jahr durch die Stromknappheit in China verschärft wurde. Wegen des Strommangels seien stillgelegte Kraftwerke mit niedrigsten Schadstoff-Standards wieder in Betrieb genommen worden.
Die Luftverschmutzung bekommt in Hongkong wenig politische Aufmerksamkeit. Die von Peking eingesetzte Verwaltung der Stadt schreckt vor Forderungen zurück, die Emissionen im Rest des Landes zu beschränken.
Quelle: Der Standard, 10.01.2005

