Die Verwendung erneuerbarer Energie ist ein Gebot der Stunde. Mit der neuen Biogasanlage bekennen wir uns zur Kreislaufwirtschaft und zur Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen", präsentierte Vizebürgermeister Josef Rath gemeinsam mit Stadtwerkedirektor Bernhard Edelsbrunner die jüngste Errungenschaft der Klimabündnisgemeinde Fürstenfeld.
Versorgung für 1000 Haushalte. Die nordöstlich an der B 319 situierte Anlage wird vier Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen - die Menge reicht für die Versorgung von 1000 Haushalten - der in das Stadtwerke-Netz eingespeist wird. Mit der Abwärme werden per Fernwärmesystem 400 Haushalte beliefert. Der dafür benötigte Rohstoff Mais wird auf 200 Hektar von Bauern der Umgebung angebaut. Wie Edelsbrunner betonte, ist die Biogasanlage nach Geothermie und der Wiederinbetriebnahme der drei Mühlen an der Lafnitz ein weiterer Schritt zur "energieautonomen Stadt Fürstenfeld".
Neuland. Gebaut und betrieben wird die Biogasanlage, die im Mai in Betrieb gehen wird, von der "Biogas Alpe-Adria GmbH" - Tochter des Kärntner Energieversorgers Kelag - Stadtwerken und Bauern. Mit der Fürstenfelder Biogasanlage, in die bisher zwei Millionen Euro investiert wurden, betritt das Unternehmen insoferne Neuland, als erstmals Geothermie und Biogas miteinander kombiniert werden. Um die Belieferung mit 10.000 Tonnen Silomais sicher zu stellen, zeigte sich Thomas Krassnitzer von der Biogas Alpe-Adria an langfristigen Lieferverträgen mit den Bauern interessiert, denen eine verbesserte Wertschöpfung winke.
Quelle: Kleine Zeitung, 17.2.2005, Regina Trummer

