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Das Kyoto-Protokoll

Emissionsreduzierung steht auf Österreichs Prioritätenliste ganz oben


29.06.05

Die ehemalige Hauptstadt Japans, Kyoto, erlangte 1997 Nachhaltigkeits-Prominenz. Die Klimakonferenz von Kyoto sollte die UNO-Beschlüsse von 1992 in Rio de Janeiro und 1955 in Berlin vervollständigen. Angepeilt wird die Reduzierung von sechs Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan, Lachgas, halogenierte Kohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid), wobei etwa die Hälfte des Treibhauseffekts auf das Konto Kohlendioxid geht, Methan ist mit 13 Prozent und Lachgas mit etwa fünf Prozent beteiligt. Im Gegensatz zum Toronto-Ziel, bei dem rechtlich unverbindliche Reduktionen beschlossen wurden, zeigt sich das Kyoto-Protokoll als völkerrechtlich verbindlich.

Alle Industrieländer, die dieses Protokoll ratifizieren, gehen dabei die Verpflichtung ein, ihre treibhauswirksamen Gase zu reduzieren, und zwar um 8 Prozent bis zum Jahr 2010. Die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch Österreich wurde im Frühjahr 2002 vom Parlament beschlossen. Es gäbe also durchaus wirtschaftlich wirksame Sanktionen, wenn eines der teilnehmenden Länder sich nicht an die Umweltschutz-Abmachungen hält. Österreich hat im Rahmen der EU-internen Lastenaufteilung allerdings eine Reduktion von 13 Prozent versprochen. Während die Emissionen von CO2 und CH4 in Österreich schon länger ermittelt werden, ließ man die im Kyoto-Protokoll miterfassten Treibhausgase HFC, PFC und SF6 bisher links liegen. Eine Untersuchung des Umweltbundesamtes enthält eine erste Abschätzung dieser Emissionen.

Das Umweltministerium arbeitete eine "Strategie Österreichs zur Erreichung des Kyoto-Zieles" aus, wobei man auf den verschiedenen Sektoren folgende Reduktionen erzielt möchte (in CO2-Äquivalenten): Raumwärme und sonstiger Kleinverbrauch: 4,0 Mio t/Jahr , Energieaufbringung (Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung, Raffinerien) 2,1 Mio t/Jahr, Abfallwirtschaft 1,1 Mio t/Jahr, Verkehr 3,7 Mio t/Jahr, Industrie und produzierendes Gewerbe 1,25 Mio t/Jahr, Landwirtschaft 0,4 Mio t/Jahr, Maßnahmen bei fluorierten Kohlenwasserstoffen und Schwefelhexafluorid: 1,2 Mio t/Jahr, Maßnahmen bei sonstigen Quellen von Treibhausgasen 0,1 Mio t/Jahr.

Quelle: http://www.steiermark.at/ 22.6.2005


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