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Österreichische Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung

Ein Aufruf zu nachhaltigem Handeln an alle


29.06.05

In den 80er Jahren entstand in Österreich das Modell der Ökosozialen Marktwirtschaft, dem bereits die ersten Anzeichen der Nachhaltigkeit innewohnten. Nun wurde im April 2002 ein weiterer Meilenstein gesetzt und die Österreichische Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung von der Bundesregierung beschlossen. Unter dem Leitbild der Nachhaltigkeits-Strategie der EU, die den Feldern Ökonomie, Ökologie und Soziales jeweils die gleiche Wichtigkeit einräumt, soll sich die gesamte EU zu einem Wirtschaftsgefüge entwickeln, das sich durch eine besonders hohe Ressourcen-Effizienz und Lebensqualität auszeichnet.

Österreich stellt mit seiner darauf aufbauenden nationalen Strategie eine besonders deutliche Weiche Richtung Nachhaltigkeit. Es wird Zeit brauchen, bis sich der Wertewandel so vollzogen hat, dass eine grundlegende Verhaltensänderungen der Gesellschaft im Umgang mit Mensch, Tier und Erde der Zukunft möglich wird. Es ist an uns, das „Vorsorge-Prinzip“ umzusetzen und die Artenvielfalt in Natur, die Gleichberechtigung in der Gesellschaft, die kulturelle Freiheit und die nachhaltige Innovation in der Wirtschaft zu sichern. Weiters sind stets integrative Lösungen anzustreben und Räume für Innovationen zu schaffen. Gerechtigkeit und Solidarität sollen wieder Grundwerte des gesellschaftlichen Lebens werden, wir müssen sie vorleben, ob auf internationaler Ebene, in sozialen Gruppen oder zwischen den Geschlechtern.

Dieser zukunftsorientierte Wertewandel soll auch die Gesundheit fördern und sichern. Die Förderung der Regionalität ist ebenfalls eines der Kernthemen der Österreichischen Nachhaltigkeits-Strategie. Um das vielfältige Wissen der Menschen vor Ort zu nützen, muss die Zukunftskompetenz der regionalen und kommunalen Ebene gestärkt werden, wobei die unterschiedlichen regionalen Voraussetzungen zu beachten sind, also das lokale Brauchtum gestärkt werden möge. Durch Kostengerechtigkeit in der Wirtschaft soll Effektivität erreicht werden. Der Verursacher von umweltschädigenden Aktionen soll dafür bezahlen und diejenigen, die umweltschützende Aktivitäten setzen, sollen dies auch als finanzielle Erleichterung spüren. Da die Nachhaltige Entwicklung ein gesamtgesellschaftlicher Gestaltungsprozess ist, sind Grundlagen zu schaffen, um ein permanentes Lernen zu ermöglichen und zu fördern und den Menschen Vertrauen in die Möglichkeit einer friedvollen, freud- und arbeitsvollen Zukunft zu schenken. (kredo)

Quelle: nachhaltigkeit.steiermark.at, 22.6.2005


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