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Erster Weiterbildungsstudiengang Windenergie

ForWind, Windenergie-Agentur Bermerhaven und Stadt Oldenburg kooperieren - Ausbildung voraussichtlich ab Sommer 2006


12.07.05

Der Startschuss für die Entwicklung des deutschlandweit einmaligen Weiterbildungsstudiengangs "Windenergietechnik und -management" ist vorige Woche in Oldenburg gefallen: Der Präsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Uwe Schneidewind, der Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg, Dietmar Schütz, und der Vorsitzende der Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB), Nils Schnorrenberger, unterzeichneten in Anwesenheit des Bremer Senators für Bau, Umwelt und Verkehr, Jens Eckhoff, einen entsprechenden Kooperationsvertrag.
"Das Studium Windenergietechnik und -management ist ein gutes Beispiel für die Kompetenz der Universität Oldenburg durch Kooperationen ihr Ausbildungsangebot attraktiv zu erweitern", sagte Universitätspräsident Schneidewind anlässlich der Unterzeichnung. Die Weiterbildungsmaßnahme wird voraussichtlich erstmals im Sommer 2006 angeboten.

"Ich bin sicher, dass die Entwicklung dieses Studiengangs die niedersächsischen und bremischen Partner aus Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft näher zusammenbringen und zur internationalen Profilierung der Energieregion Nordwest beitragen wird", betonte Senator Eckhoff. Diese Einschätzung teilt auch Oberbürgermeister Schütz: "Oldenburg und Bremen haben hervorragende Kompetenzen in der Windenergie, die hier sinnvoll gebündelt werden. Der Nordwesten muss sich insgesamt als international anerkannte 'Kompetenzregion Windenergie' verstehen und dies auch im Regionalmarketing noch stärker nach vorne stellen. Das Angebot stärkt Firmen in ihrem Know-how Vorsprung und damit in ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte in der
Windenergie wird der Nordwesten zum Muss!"

Das berufsbegleitende Studium wird modular aufgebaut sein und mit einer Kombination aus Selbstlernphasen und Präsenzseminaren eine hohe zeitliche Flexibilität ermöglichen. Es richtet sich an Beschäftigte der Windenergiebranche sowie an EinsteigerInnen und UmsteigerInnen, die sich für eine Tätigkeit in der Branche qualifizieren möchten.

An Windparks und an die Anlagentechnik werden hohe Anforderungen hinsichtlich der Qualität und der Wirtschaftlichkeit gestellt. Um diesen Anforderungen in den verschiedenen Bereichen wie Entwicklung, Konstruktion und Planung entsprechen zu können, müssen Fach- und Führungskräfte in der Lage sein, vielfältige Kenntnisse zu verknüpfen. Hierzu zählen disziplinübergreifende Ingenieurskenntnisse, aber auch ein breites wirtschaftliches, juristisches und politisches Wissen. Der Weiterbildungsstudiengang wird Windkraft-Know-how aus den Bereichen Naturwissenschaft, Technik, IT,
Betriebswirtschaftslehre und Recht vermitteln. Im Zentrum stehen neben aktuellen Themen aus Forschung und Praxis, die die Zukunftsbereiche Offshore, Internationalisierung und Repowering umfassen, auch die Alltagstauglichkeit des Gelernten sowie die Förderung von Projektmanagementkompetenz und die Arbeit in interdisziplinären Teams. "Ich halte die Bereitstellung hochwertiger Qualifizierungsangebote - auch im Bereich der Fach- und Führungskräfte - für einen zentrale Faktor, um die Region für Unternehmen der Windenergiebranche weiterhin attraktiv erscheinen zu lassen", sagte der WAB-Vorsitzende Schnorrenberger in diesem Zusammenhang.

Als Referenten des neuen Studiengangs werden ausgewiesene ExpertInnen aus Wirtschaft und Wissenschaft fungieren. Neben dem Kontakt zu namhaften SpezialistInnen bekommen die TeilnehmerInnen Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen und Trends.

Die Entwicklung der Weiterbildung ist ein Gemeinschaftsprojekt von ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg und Hannover, der Windenergie-Agentur Bremerhaven/ Bremen e.V. (WAB) sowie der Stadt Oldenburg. Finanziell gefördert wird die Maßnahme von der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Bremen/Niedersachsen (RAG) und der Regionalen Innovationsstrategie Weser-Ems (RIS).

Mehr Informationen: Christoph Schwarzer
www.forwind.de


 


Quelle: Ökonews, 11.7.2005   [holler]


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