Laut einer Studie der Arbeiterkammer könnte dadurch eine Marktnische für sozialökonomische Betriebe entstehen. Künftig müssen pro Jahr und Einwohner vier Kilogramm Elektroschrott gesammelt werden.
Schrott als Werkstofflager
Mehr als 100.000 Tonnen alte Elektro- und Elektronikgeräte fallen in Österreich pro Jahr an, und dieser Berg wächst jährlich um bis zu fünf Prozent. Elektroschrott birgt aber nicht nur Schadstoffe; die alten Radios, Handys oder Waschmaschinen können auch als Werkstofflager genutzt werden.
Aus drei mach eins
Einer Studie der steirischen AK zufolge hätten hier die so genannten sozialökonomischen Betriebe ein weites Betätigungsfeld. Schon jetzt machen die Mitarbeiter dieser Betriebe oft aus drei alten Geräten ein neues funktionstüchtiges.
Unbrauchbare Elektrogeräte können ab 13. August kostenlos im Handel und bei Altstoffsammelzentren zurückgegeben werden.
Arbeitsplätze in Reparaturzentrum
Damit die Firmen wie BAN in Graz, Chamäleon in Feldbach oder die Beschäftigungsgesellschaft Liezen mehr alte Geräte reparieren können, fordert die Arbeiterkammer nun die Einrichtung eines Reparaturzentrums: Dieses soll als Sammelstelle, Reparaturwerkstätte und Verkaufsstelle dienen. So könnten auch Arbeitsplätze geschaffen werden.
Quelle: steiermark.ORF.at, 20.07.2005
Elektroschrott: Marktnische für sozialökonomische Betriebe
Am 13. August tritt in Österreich eine EU-Richtlinie in Kraft, der zufolge mehr Elektroschrott als bisher gesammelt werden muss.
20.07.05
