Ab August 2005 müssen ausgemusterte Elektrogeräte in der EU von den Herstellern kostenlos eingesammelt und entsorgt werden. Dies legt die Elektroschrott-Richtlinie fest, die bereits 2002 im EU-Parlament verabschiedet wurde.
Die EU-Staaten verpflichten sich außerdem, ein Netz von Sammelstellen aufzubauen und ab 2006 pro Bürger und Jahr vier Kilo Elektroschrott einzusammeln.
Die Computerbranche rechnet mit erheblichen Mehrkosten. Allein Fujitsu Siemens müsse mit Mehrbelastungen in Höhe von neun Millionen Euro rechnen, so ein Unternehmenssprecher.
Fujitsu Siemens betreibe zwar bereits ein eigenes Recycling-Center, müsse aber dennoch große Summen in umweltfreundliche Computerteile investieren.
80.000 Tonnen Schrott pro Jahr
Aus Sicht des Umweltschutzes dagegen ist die Richtlinie überfällig gewesen, erklärte Bernhard Bauske von der Organisation World Wide Fund for Nature [WWF].
"Pro Jahr fallen in Deutschland schätzungsweise rund 110.000 Tonnen Computerschrott an", sagte Bauske. Österreich liegt bei 80.000 Tonnen Elektroschrott jährlich.
Um das rasante Wachstum der Müllberge aus Bildschirmen, Handys, Druckern, Scannern wieder in den Griff zu bekommen, setzen immer mehr Hersteller auf umweltfreundliche Bauteile aus erneuerbaren Rohstoffen.
Kompostierbares Bio-Handy
So hat der japanische Hersteller NEC bereits Notebook-Teile aus hanfähnlichen Kenaf-Fasern im Programm, biologisch abbaubare Handygehäuse aus einer Mais-Kenaf-Mischung sollen nun folgen.
Quelle: futurezone.ORF.at
Elektroschrott-Richtlinie tritt in Kraft
Ab August müssen die Hersteller alte Elektrogeräte kostenlos entsorgen. Sie rechnen daher mit erheblichen Mehrkosten.
20.07.05
