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LKH Stolzalpe setzt auf Regionalität

Bemüht um eigene Küche, Versorgung mit Produkten aus der Bioregion und erneuerbare Energie


26.07.05

"Der emotionale Faktor bei einem Krankenhaus-Aufenthalt ist sehr wichtig." Und dabei steht nach der medizinischen Versorgung das Essen ganz oben, wie Reinhard Petritsch, wirtschaftlicher Direktor des LKH Stolzalpe, weiß. In seinem Haus werde zwar sehr gut, aber in einer 36 Jahre alten, mittlerweile desolaten Küche aufgekocht. Die Erneuerung sei dringlich, eine Richtungsentscheidung steht an: Nur noch eine Verteilerküche mit der "Cook and Chill"-Versorgung aus Knittelfeld, oder der Verbleib der Küche mit regionalen Produkten aus der Bioregion und den damit verbundenen Arbeitsplätzen?

Regionale Belieferung. Auf der Stolzalpe bemüht man sich um die Murauer Lösung. Petritsch: "Ein Krankenhaus sollte auch Wirtschaftsfaktor sein, und das geht nicht, wenn nicht in der Region eingekauft wird." Im Herbst soll jedenfalls ein Pilotprojekt mit regionaler Belieferung gestartet werden, erklärt Harald Kraxner seitens der Bioregion.

Dreckschleudern. Die Entscheidung die KAGes als Eigentümerin (der Projektleiter war gestern nicht erreichbar), genauso wie jene über die künftige Energieversorgung: Auch hier wollen die Murauer wie berichtet auf Eigenständigkeit und erneuerbare Rohstoffe setzen und künftig mit Hackschnitzel bzw. Fernwärme heizen. Denn: "Mit 850.000 Liter Öl pro Jahr sind wir eine der größten Dreckschleudern im Bezirk und hätten bald die doppelten Energiekosten", rechnet der Spitalsdirektor, der auf eine baldige Willenserklärung der KAGes hofft.

Seitens der (Landes-)Politik erwartet er sich eine sachliche Bearbeitung der dringlichen Anliegen. Den Grünen werden diese heute anlässlich eines Stolzalpen-Besuches von Vertretern des LKH sowie der Bioregion ans Herz gelegt. Die Murauer Gemeinderätin Erika Siebenhofer verspricht die "Mobilmachung".

Quelle: Kleine Zeitung, 26.7.2005


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