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Mehr Behaglichkeit, weniger Energie - ein Passivhaus!

Auch 2005 ist ein „Tag des Passivhauses“ geplant


17.08.05

Am zweiten Novemberwochenende 2005 können in Deutschland, und anderen Ländern, erstmals sogar weltweit, fast überall, wo es Passivhäuser gibt, hunderte dieser Häusern besichtigt werden. Damit soll der Passivhaus-Standard, der modernes, komfortables Wohnen bei extrem geringen Energiekosten bietet, weiter bekannt gemacht werden. Die Informations-Gemeinschaft Passivhaus Deutschland (IG Passivhaus) organisiert den Tag des Passivhauses zusammen mit Partnerverbänden, Architekten und Bauherren.

Alle Passivhaus-Bewohner, die teilnehmen möchten, können ab sofort ihre Projekte über das Internet anmelden
www.ig-passivhaus.de . Interessierte Besucher finden ab Mitte September die jeweils aktuell zur Besichtigung geöffneten Häuser unter www.ig-passivhaus.de .

Wohnen im Passivhaus - gemütlich und sparsam
Ein Passivhaus zeichnet sich durch besonders hohe
Behaglichkeit bei sehr niedrigem Energieverbrauch aus. Rein äußerlich müssen sich Passivhäuser nicht von konventionellen Häusern unterscheiden. Denn das Passivhaus bezeichnet einen Standard und keine bestimmte Bauweise.

Das Besondere steckt in den Details:
Drei-Scheiben-Wärmeschutzfenster mit gut dämmenden Rahmen
Besonders gute Wärmedämmung
Wärmebrückenfreiheit
Luftdichte Hülle
Komfortlüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung

Ein Passivhaus benötigt im Jahr bei üblicher Nutzung nicht mehr als etwa 1,5 Liter
Öl (aquivalent) oder 1,5 m3 Erdgas (entspricht 15 kWh) pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Dies entspricht einer Einsparung von mehr als 90% gegenüber dem durchschnittlichen Verbrauch in bestehenden Wohngebäuden. Natürlich kann man diese Energie, beispielsweise mit einer PV-Anlage, erneuerbar erzeugen. Zum Vergleich: Auch ein Neubau nach den heute gültigen gesetzlichen Verordnungen benötigt immer noch 6-10 Liter Öl je m2 Wohnfläche.

Der Passivhaus-Standard ist im Bereich des Wohnungsbaus schon weit verbreitet. Europaweit stehen weit über 6 000 bewohnte Passivhäuser in unterschiedlichster Bauweise als freistehendes Einfamilienhaus, Reihenhaus oder Wohnung in einem Geschosswohnungsbau. Aber Passivhäuser gibt es auch als Kindergärten, Schulen, Turnhallen oder Bürogebäude.

Warum gibt es den Tag des Passivhauses? Anders gefragt: Warum sind noch nicht alle Neubauten Passivhäuser? – Die Vorteile dieses Baustandards liegen so offensichtlich auf der Hand und trotzdem sind nur ein Bruchteil aller Neubauten Passivhäuser. Wahrscheinlich weil noch immer zu wenig Menschen Passivhäuser kennen, oder auch noch Fragen haben, die ihnen vor Ort beantwortet werden können. Wie z. B., dass das Passivhaus kein kompliziertes Hightech-Haus ist, dass man selbstverständlich die
Fenster öffnen kann und darf, dass die Komfort-Lüftung nicht zu hören ist und auch kein Luftzug spürbar ist.

Quelle: IG-Passivhaus Deutschland /  
Ökonews, 17.8.2005 / [ holler ]


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