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Check für intelligente Materialien am Bau


22.08.05
Latentwärmespeicher im Test
Die Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule, aus Nürnberg, und zwar das Institut für Energie und Gebäude (ieg) wird sich in nächster Zeit der Untersuchung von Latentwärmespeicher-Materialien widmen. Durch einen Förderbetrag in Höhe von 34.000 Euro von der Staedtler-Stiftung wird es nun möglich, Simulationen für die Klimatisierung von Gebäuden vorzunehmen und damit bereits im Vorfeld von Bauprojekten den optimalen Einsatz von intelligenten Materialien zu planen.
Offizieller Titel des Porjekts ist "Latentwärmespeicher-Materialien - Modellbildung und Entwicklung eines Berechnungsverfahrens für innovative Bauprodukte" trägt.

Bei diesen Materialien handelt es sich Baustoffe, wie zum Beispiel Dämmplatten, in deren Inneren sogenannte "PCM" (Phase Change Materials) verarbeitet sind, die in der Lage sind, Wärme zu speichern. Diese PCM - Plastikkügelchen, die Parafinwachs enthalten - schmelzen bei Hitzeeinwirkung, binden die Wärme und geben sie nicht weiter. Verbaut man sie in modernen verglasten Gebäuden, heizen diese im Sommer nicht so stark auf, im Winter wiederum halten sie umgekehrt die Heizwärme in den Räumen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Durch intelligente Verwendung der innovativen Produkte ist es möglich, den Energieverbrauch für Klimatisierung oder Heizung deutlich zu senken.

Labortests und Simulationen
Im Forschungsprojekt des ieg werden solche Baumaterialien in der hochschuleigenen Klimakammer zunächst einschlägigen Labortests unterzogen, um die genauen Eigenschaften zu messen. "Im Anschluss werden wir dann Software-Module entwerfen, um Szenarien für alle beliebigen Bau-Objekte zu simulieren", erklärt Projekt-Leiter Dipl.-Ing. (FH) Arno Dentel, "Damit ist es uns möglich, ein geeignetes Beurteilungs- und Berechnungsverfahren für diese Produkte zu entwickeln." Architekten und Bauherren können künftig schon im Vorfeld untersuchen lassen, wo und wie der Einsatz sinnvoll ist, um Spareffekte zu erzielen. "Diese Simulationen können auch bereits in der Planungsphase die späteren Raumtemperaturen im Gebäude genau vorausberechnen", weiß ieg-Leiter Prof. Dr. Wolfram Stephan, "Auf eine aktive Klimatisierung mit den damit verbundenen Kosten und Umweltbelastungen kann somit also verzichtet werden."
 
Quelle: oekonews.at [ Holler ] / 22.8.2005

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