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Innovativ in bester Tradition: Impulszentrum Graz, Reininghausstraße


24.08.05
Wenn unter den vielen hochwertigen Einreichungen zum Holzbaupreis ein Projekt besonders herausragt, dann zweifellos das von Arch. Univ.-Prof. Hubert Riess geplante Impulszentrum Graz Reininghausstraße.
Der „Außenring“ des Gebäudes, dessen Einheiten für Labor-, Büro- und Werkstättennutzung vermietet werden (einige sind noch zu vergeben) ist in Beton-Massivbauweise errichtet. Daran sind in Holz-Massivbauweise gefertigte Module angedockt: Mit umweltfreundlichem PUR-Klebstoff verleimte Kreuzlagenholz-Massivplatten des steirischen Erzeugers KLH wurden vom Holzbauunternehmen Kulmer zu insgesamt 72 Stück 3,80 x 12 Meter großen, an der Unterseite offenen „Containern“ zusammengefügt, die dann auf der Baustelle über- und nebeneinander „gestapelt“ wurden. Jeweils zwei Module bilden eine Raumeinheit. Die Module waren bereits mit Leerverrohrung für Beleuchtung und Deckenkühlung, Dämmung und Fenstern und einer Außenschalung aus Lärchenholz versehen; Heizungsinstallationen und Kabelkanäle wurden vor Ort im Fußboden verlegt. Innovativ und ökologisch nachhaltig wie der Bau selbst sind auch Heizung und Kühlung mit einem Wärmepumpensystem.

„Schützend und einladend“ nannte die Jury die Gestaltung – offene Torsituationen führen in einen Innenhof, der ebenso zum Verweilen einlädt wie die großzügigen, Tageslicht in die Büros und Werkstätten einlassenden Nischen zwischen den einzelnen Gebäude-Trakten – beste Tradition aus dem Büro Riess.

Bestes Klima für anspruchsvolle Mieter
Bauherr und Projektleiter HR Dr. Wolfgang Klepp von der Innofinanz, einer Tochter der Steirischen WirtschaftsförderungsgesmbH, lobt das Bauwerk vorbehaltlos: „Das Raumklima ist durch den starken Einsatz von Holz und die innovative Heizungs- und Klimalösung optimal, das drückt sich auch in der Zufriedenheit unserer Mieter aus. Die Büros sind modernst ausgestattet und für höchste EDV-Ansprüche verkabelt. Wir sind hoch zufrieden mit dem erreichten Standard, durch den wir höchst anspruchsvolle Mieter wie CNSystems und ARC Seibersdorf ins Haus bringen konnten.“

Einer dieser Mieter ist Dr. Ludwig Sik, Chef des steirischen Ökoclusters. Sik: „Das Gebäude hat im vergangenen Winter seine erste Bewährungsprobe bravourös bestanden, die Fußbodenheizung hat sehr positive Auswirkungen auf unsere Betriebskosten. Jetzt, anlässlich des schwülen Sommerbeginns, zeigt sich auch, wie gut die Kühlung funktioniert. Ich hatte früher immer Probleme mit Klimaanlagen – das Wärmepumpen-System, das hier zum Einsatz kommt, erzeugt eine angenehme Raumtemperatur ohne Zugluft.“ Nachsatz: „Ich fühl mich sehr wohl in diesem Gebäude, mir gefällt diese hermetische Bauweise.“

Quelle: Korso / 07/2005

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