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"Anreize" für alternative Treibstoffe

Staatssekretär Mainoni: Durchfinanzierung von rein staatlicher Seite "unmöglich"


25.08.05
Alpbach - Österreich springt nun auch auf den rasant fahrenden Forschungszug im Bereich alternativer Antriebe und Treibstoffe auf: Im Rahmen des A3-Technologieprogramms "Austrian Advanced Automotive Technology" hat das Infrastrukturministerium (BMVIT) kürzlich die "Österreichische Wasserstoff- und Brennstoffzelleninitiative" gestartet, die Mittwoch Abend von Forschungsstaatssekretär Eduard Mainoni (BZÖ) im Vorfeld der Alpbacher Technologiegespräche vorgestellt wurde.

Alternativantriebe wie Brennstoffzellen und Hybridantriebe würden einzigartige Vorteile in Bezug auf Lärm- und Abgasreduktion, Energieeffizienz sowie Sicherheit und Flexibilität in der Energieversorgung bieten, betonte Mainoni. Zur Förderung von Entwicklungen aller Arten von alternativen Antrieben und Treibstoffen, inklusive Hybridantriebe, Erdgasfahrzeuge oder Biotreibstoffe werden in den Jahren 2005 und 2006 insgesamt 15 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, mit der Abwicklung ist die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) betraut.

Keine Durchfinanzierung

Dabei sei man sich durchaus im Klaren, dass man mit diesen Mitteln nur Anreize schaffen könne, so Mainoni. Eine Durchfinanzierung von rein staatlicher Seite sei "unmöglich". Es sei außerdem durchaus denkbar, dass trotz des weiteren Voranschreitens der Forschung eine Überführung in den industriellen Bereich und serielle Fertigung nicht in Sicht sei - etwa wenn der derzeitige Treibstoff nicht teurer werde.

Zusätzlich zur finanziellen Förderung wird das BMVIT zur Unterstützung der Initiative daher eine Gesellschaft namens "Alternative Propulsion Systems Council" (APSC) ins Leben rufen. Diese soll nicht selbst Forschung betreiben, sondern laut Mainoni als "neutraler Makler" Informations-, Forschungs- und Kooperationsmanagement unterstützen, etwa durch den Aufbau interdisziplinärer Forschungskooperationen und branchenübergreifender Pilot- und Demonstrationsprojekte, Stimulation der Zusammenarbeit komplementärer Partner, Adaption rechtlicher Rahmenbedingungen, um Markteintrittsbarrieren zu überwinden, Informationen über zusätzliche Förderungen, Abstimmung regionaler Aktivitäten in Österreich, um Duplizierungen zu vermeiden, etc..

Kooperation

Gemeinsam mit Partnern wie Uni-Institute, Fachhochschulen, Kompetenzzentren, außeruniversitären Forschungsstellen, dem Wasserstoffzentrum HyCentA in Graz, dem Automobil-Cluster sowie Unternehmen wie AVL, Magna, OMV, Jenbacher oder Plansee soll sich die APSC als Public Private Partnership als Koordinationsplattform und internationale Ansprechstelle der österreichischen Forschung in diesem Bereich entwickeln.

Nach Angaben des Infrastrukturministeriums investieren die USA fünf Mrd. Dollar (4,09 Mrd. Euro), Japan fördert die Entwicklung von Brennstoffzellen, die aus einer chemischen Reaktion, etwa der Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser, Strom erzeugen, mit rund 3,5 Mrd. Euro, die EU widmet den Themen Wasserstoff und Brennstoffzelle insgesamt 3 Mrd. Euro. Dazu gibt es internationale Verpflichtungen, die Investitionen in diesen Bereich rechtfertigen: So müssen, abgesehen von der Notwendigkeit der Schadstoff-Reduktion im Rahmen des Kyoto-Abkommens, bis zum Jahr 2020 in der EU 20 Prozent des Treibstoffverbrauchs durch Alternativtreibstoffe bedeckt werden.

Quelle: Der Standard / 25. August 2005

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