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Tourismus auf Biomasse-Kurs

„Die wahrscheinlich beste Heizung für die wahrscheinlich schlechteste Schihütte am Arlberg“ – Tourismusbetriebe stellen verstärkt auf Biomasseheizungen um.

St. Anton am Arlberg, Februar 2010: Der Tiroler Tourismus-Vorzeigebetrieb Mooserwirt am Arlberg stellte auf eine 400 kW Pelletheizung um und spart sich 763.000,- Euro bei einer Laufzeit von 20 Jahren. Gute Erfahrungen mit der Biomasseheizung im Personalhaus waren der Grund warum man beim Umbau der Schihütte und für ein geplantes Fünf-Sterne Hotel wieder auf Biomasse setzt.

Die Ausführung als 100 und 300 kW Doppelanlage ist ideal für einen Tourismusbetrieb. In den Sommermonaten läuft aufgrund niedriger Wärmeverbräuche meist nur ein Kessel, die andere Heizung (300 kW) kann komplett abgestellt werden. Das wirkt sich positiv auf die Lebensdauer der Anlage aus, weil der ineffiziente Teillastbetrieb vermieden wird. Energieersparnis durch effiziente Technologie senkt auch die Betriebskosten.

Hauptgrund für den Umstieg war aber die Wirtschaftlichkeit. „Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich in ca. fünf Jahren amortisiert“, so Mooserwirt Geschäftsführer Werner Flunger. Und bei einer Laufzeit von 20 Jahren erspart sich der Betrieb Kosten in der Höhe von 763.000,- Euro. Der teure Zukauf von jährlich 88.000 Liter Heizöl ist nicht mehr notwendig und das Geld bleibt in der Region.

In der Region Tiroler Oberland geht der Trend in Richtung Biomasseheizungen. Das bestätigt auch Installateur und KWB Partner Werner Bouvier aus Zams – „In St. Anton am Arlberg sind bereits über 9 KWB Großanlagen mit Biomasse in Betrieb im gesamten Bezirk an die 50 und Potential sei noch genug vorhanden!“

KWB Biomasseheizungen hat das Thema „Wärmekosten – das Top Sparpontential im Tourismusbetrieb“ zu ihrem Frühjahrsschwerpunkt in der Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Höherer Komfort in Tourismusbetrieben steigert auch den Energiebedarf. Daher haben sich in den letzten Jahren auch die Aufteilung der Energiekosten und des Energieverbrauchs für Wärme und Strom verlagert. Demzufolge wirkt sich auch der Wärmeverbrauch viel stärker auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebe aus als bisher angenommen. Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz sowie der Energieträgerwechsel im Bereich Heizung und Warmwasserbereitung werden daher unter diesem Aspekt zunehmend wirtschaftlich interessant.

Auf Grund steigender Energiekosten ist ein effizientes Energiemanagement auch in der österreichischen Tourismuswirtschaft nicht mehr wegzudenken. Mit gezielten Maßnahmen und teils geringem Aufwand können die Energiekosten deutlich gesenkt und damit auch positiv zum Umweltschutz beigetragen werden. Kostenvorteile durch Energieeinsparungen und die Erfüllung höchster Komfortansprüche der Gäste müssen dabei nicht im Widerspruch zueinander stehen.

Wichtig vor dem Kesseltausch ist allerdings immer, die thermische Sanierung der Gebäudehülle. Wird nämlich der Kessel vor der Sanierung getauscht, so könnte die Leistung, und d. h. auch die Investitions- und Betriebskosten des neuen Kessels in absehbarer Zeit viel zu hoch sein. Wird hingegen die Gebäudehülle zuerst saniert, so kann die Größe des neuen Kessels gleich dem neuen, geringeren Energiebedarf des Gebäudes angepasst werden. Zumeist reicht dann ein kleinerer, kostengünstigerer Kessel. Zusammengefasst gilt für den Tourismus:

1. die optimalen Kosten/Nutzen-Energiepreise erzielen.
2. einen hohen Anteil des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen decken.
3. die Energieeffizienz steigern, indem der spezifische Energieverbrauch (Verbrauch/Bett) gesenkt wird.
4. die neuen Technologien insbesondere für die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern wirtschaftlich einsetzen.

Good Practise Beispiele – Umrüstung auf Biomasse
Mooserwirt – St. Anton am Arlberg
Tausch der alten Ölheizung auf eine moderne, vollautomatische Pelletheizung,

Ergebnisse:
- Heizkosten vor der Sanierung
53.000 Euro (800.000 kWh)
- Heizkosten nach der Sanierung
32.000 Euro (800.000 kWh)
- Pellet Verbrauch 100 m³ pro Jahr
- CO2-Einsparung 190 Tonnen
- Jährliche Heizkosteneinsparung
ca. 21.000 Euro
- Einsparung in 20 Jahren 763.000 Euro

Werner Fluger (Mooserwirt) „ Die Betriebskosten unseres Betriebes sind ein wichtiger Faktor. Daher haben wir uns im Zuge der Umbauarbeiten entschlossen, den Energieträger zu wechseln. Nicht nur die Energiekosteneinsparung durch Biomasse bringt Vorteile, sondern auch der gewonnene Komfort für unsere Gäste“

Hotel Lürzerhof, Untertauern
Auch im renommierten Hotel Lürzerhof in Untertauern, einem neu umgebauten Betrieb mit 40 Gästezimmer, 1.500 m2 Wellness-Bereich, zwei Schwimmbädern und Seminarbetrieb, kommen seit dem Vorjahr zwei KWB Powerfire mit gemeinsam 600 kW Spitzenleistung zum Einsatz. Da das Hotel Lürzerhof vor zwei Wochen ebenfalls mit dem Umweltzeichen für Tourismusbetriebe ausgezeichnet wurde, überreichte KWB-Geschäftsführer Erwin Stubenschrott der Betreiberfamilie Habersatter als erstem Kunden das Umweltzeichen-Zertifikat für den KWB Powerfire.
Tausch der alten Ölheizung auf eine moderne, vollautomatische Hackgutheizung, Heizwerk 600 KW, 2 x KWB Powerfire 300, ca. 1000 SRM Hackgutlager, Schubbodenaustragung 2 Felder mit je 2 x 12 m, Pufferspeicher 8000 Liter, ca. 400 m Fernwärmeleitung, Wellnessbereich 1500 m²;

Ergebnisse:
- Heizölverbrauch vorher: 100.000 Liter
- Hackgut Verbrauch 1.800 m³ pro Jahr
- CO2-Einsparung 350 Tonnen
- Ein Vergleich der Heizkosten ist aufgrund des Zubaus des Wellnessbereich (1500 m²) nicht möglich.
Johann Habersatter „ Die Umrüstung auf Biomasse bringt unserem Betrieb auf lange Zeit eine erhebliche Kostenersparnis und zusätzlich haben wir einen Beitrag zum Umweltschutz geleistet“


Quelle: KWB / 26.02.2010
Mooserwirt Arlberg
Mooserwirt Arlberg 
Mooserwirt Arlberg
Mooserwirt Arlberg 
Lüzerhof Untertauern
Lüzerhof Untertauern 
Lüzerhof Untertauern
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