Suche



Mitglieder-Login


Passwort vergessen?

Bleiglas und Glaskeramik – ein Dorn im Auge der Glasindustrie

Die Verunreinigung durch Bleiglas sowie Glaskeramik in den aufbereiteten Altglasscherben, stellt an die Glasindustrie eine große Herausforderung dar.

Glaskeramik ist hitzebeständiger als Echtglas und verursacht dadurch teils massive Schäden, wenn sie in den Glasproduktionsprozess gelangt. Die nicht geschmolzene Glaskeramik führt im neu produzierten Glas zu Einschlüssen und Spannungen, durch die das Glas springen könnte. Zusätzlich entsteht das Problem, dass hitzebeständige Gläser wie beispielsweise Cerankochfelder zu erheblichen Maschinenschäden bzw. Produktions-Stillständen führen können.

Auch das Sorgenkind Nummer zwei, das Bleiglas, bzw. bleihältiges Glas, fordert die Glasin-dustrie heraus. Gesetzliche Bestimmungen schreiben eine Reduktion von bleihaltigem Glas vor. Diese Bestimmungen sind europaweit gültig und müssen von den Glashütten eingehalten werden.

Das neue REDWAVE QXR-G Sortiersystem bietet diesen Problemen Paroli. (ist die Antwort zur Lösung dieser Probleme.)
Das einzigartige REDWAVE QXR-G Sortiersystem arbeitet mit dem Röntgen-Fluoreszenz-Verfahren, welches erstmals Glas anhand seiner chemischen Zusammensetzung analysiert und bewertet. Dabei wird nach bestimmten Elementen, wie z.B. Titan, Zink, Zirkonium oder Blei gesucht, welche eine eindeutige Zuordnung der Glassorte ermöglichen. Unerwünschte Teile werden sicher erkannt und ausgeschieden.

Diese Technik liefert herausragende Ergebnisse, da sie im Gegensatz zu anderen Verfahren auch bei verschmutztem Glas und anderen Beeinträchtigungen eine sehr gute Erkennung gewährleistet. REDWAVE QXR-G scannt den Glasstrom und achtet auf die chemische Zu-sammensetzung des Materials und nicht auf optische Effekte. Aus diesem Grund ist nicht entscheidend, wie das Material aussieht, sondern einzig und alleine welche chemischen Be-standteile es enthält.

Einzigartig an dieser neuen Sortiertechnologie ist auch, dass sowohl Glaskeramik als auch bleihaltiges Glas zuverlässig mit nur einer Sortiermaschine in einem Verfahrenschritt ausge-schieden werden kann.

Die gesetzlichen Bestimmungen betreffend Glasreinheit werden vermutlich auch in Zukunft immer strenger werden. Sollten beispielsweise zukünftig Vorschriften betreffend dem Anteil weiterer Schwermetalle, wie Strontium, Chrom etc. in Kraft treten, kann darauf mit REDWAVE QXR-G flexibel und individuell reagiert werden.

Entwickelt wurde REDWAVE QXR-G in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Unter-nehmen Innov-X-Systeme, das auf Röntgen-Fluoreszenz Technologien spezialisiert ist. Mit dem Ziel, den Bezug zur praktischen Anwendung herzustellen, wurde das Verfahren in mehrjähriger Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen Bernhard Reiling Glas Re-cycling GmbH entwickelt und erprobt. Mitte März 2009 hat das deutsche Unternehmen den Testbetrieb mit dem ersten Sortierer aufgenommen, welcher mit dem Röntgen-Fluoreszenz Verfahren arbeitet. Bis heute wurden bereits große Mengen von Altglasscherben sortiert und von Störstoffen wie Glaskeramik und bleihältigem Glas befreit. Die massiven Verbesserun-gen des Produktionsprozesses, welche durch den Einsatz dieser sauberen Scherben in den Glashütten nachgewiesen wurden, ist der überwältigende Beweis für die Möglichkeiten der Röntgen Fluoreszenz Technologie.

Um die unterschiedlichsten Aufgabenstellungen der Glasrecycling Industrie zu erfüllen, wird die REDWAVE QXR-G in mehreren Sortierbreiten und Ausführungen angeboten. Somit kann Altglas mit einer Scherbengröße von 8 bis 60 mm bei einer Leistung bis zu 25 to/Std. sehr hohem Wirkungsgrad sortiert werden. Der Echtglasausschuss, der bei der Separierung der Störstoffe anfällt, ist minimal und liegt zwischen 0,5 und 0,8 % der Inputmenge.

Drei REDWAVE QXR-G werden im Januar 2010 an Bernhard Reiling Glas Recycling GmbH nach Deutschland geliefert und weitere zwei Maschinen werden Ende Juni 2010 den Betrieb in einer finnischen Altglas-Aufbereitungsanlage aufnehmen.

Eine Demonstrationsanlage der neuen REDWAVE QXR-G steht Interessierten im österrei-chischen Hauptsitz von BT-Wolfgang Binder jederzeit zur Verfügung.

REDWAVE Daten:

Die REDWAVE Sortiertechnologie ermöglicht eine vollautomatische Trennung von wieder verwertbaren Materialien und ist weltweit in unterschiedlichsten Anwendungen erfolgreich in Einsatz. Je nach Bedarf wird nach Farbe, Struktur oder den jeweiligen Materialeigenschaften sortiert. Dadurch gewährleistet REDWAVE eine wirtschaftliche und hohe Ausbringrungsrate in höchster Reinheit.

Durch REDWAVE können im Altglasstrom verschiedene Störstoffe ausgeschieden werden, wie zB:
- Keramik, Steine, Porzellan
- Metalle
- Hitzebeständige Gläser
- Bleihaltige Gläser
- Organische Störstoffe
- Kunststoffe
- Korken
- Papier

Weitere Einsatzbereiche von REDWAVE:

- Kunststoffsortierung
- Papiersortierung
- Elektro- und Elektronikschrott
- Automobilindustrie
- Holzrecycling
- Metalle und Nichteisenmetallsortierung
- Bergbauindustrie


Quelle: BT Wolfgang Binder GmbH / 24.02.2010
Redwave
Redwave 

Neueste ECO News

Energytalk zeigte zukunftsweisende Technologien im Bau
Erneuerbare Energiesysteme sowie eine dementsprechende Planung und Architektur bestimmen das ...
07.02.12
Lesen Sie mehr Detailinfos zum Termin
Neue Förderoffensive für thermische Sanierung startet am 1. Februar
Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Nikolaus Berlakovich haben ...
02.02.12
Lesen Sie mehr Detailinfos zum Termin
Thema Heizkosten auf der Häuslbauermesse Graz
Heizkosten belasten Haushalte enorm. Viele Steirer wollen umsteigen. Bereits mehr als 14.000 ...
02.02.12
Lesen Sie mehr Detailinfos zum Termin