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Gemeinsame Studie mit der Europäischen Handelskammer in Singapur zum Thema "Marktpotenzial der Energieeffizienztechnologien"


03.11.11
Der Nachhaltigkeitsausschuss der Europäischen Handelskammer in Singapur präsentiert anlässlich des Europäischen Wirtschaftsforums auf der Clean Energy Expo Asia 2011 die neue Studie in Zusammenarbeit mit Roland Berger Strategy Consultants: "Marktpotenzial der Energieeffizienztechnologien in Südostasien – Chancen und Herausforderungen".

Südostasien bietet hervorragende Entwicklungschancen für energieeffiziente Technologien. Die lokalen Regierungen und die Industrie sollten das Marktpotenzial dieser Technologien jedoch systematisch erschließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Nachhaltigkeitsausschusses der Europäischen Handelskammer in Singapur in Zusammenarbeit mit Roland Berger Strategy Consultants.

Neben der Entwicklung des Energiebedarfs und der damit verbundenen Investitionen in Südostasien zeigt die Studie auch, wie energieeffiziente Technologien in Zukunft den zunehmenden Energiebedarf abdecken können. So eröffnen Programme zur Steigerung der Energieeffizienz ein hohes Energiesparpotenzial und bieten vielfältige Geschäftsmöglichkeiten. Bis 2020 könnte die Region Südostasien Effizienzverbesserungen von 12 bis 30 Prozent erzielen und die Energiekosten um 15 bis 43 Milliarden Dollar senken.

"Angesichts des rasant wachsenden Energiebedarfs und der schrumpfenden Ressourcen an fossilen Brennstoffen ist die Energieeffizienztechnologie ein zentraler Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Davon profitieren auch Unternehmen, denn sie können die Produktkosten für Endverbraucher senken, rentabler wirtschaften und insgesamt wettbewerbsfähiger werden", sagt Willi Hess, Vorsitzender des Nachhaltigkeitsausschusses der Europäischen Handelskammer.

In der Studie erläutern renommierte Experten, wie sich Energiesparpotenziale am besten realisieren lassen. Zwar sind in den südostasiatischen Ländern Fortschritte in Form staatlicher Maßnahmen und verschiedener Initiativen im Privatsektor zu beobachten. Gleichwohl zeigt die Studie aber auf vielen Ebenen der Wertschöpfungskette Hindernisse für eine raschere Verbreitung von Energieeffizienztechnologien.

"Viele Unternehmen sehen sich bei der Weiterentwicklung des Energieeffizienzmarktes in Südostasien mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Hierzu gehören unzureichende Energieeffizienzstandards und mangelhafte staatliche Maßnahmen", erklärt Jihong He von Roland Berger Strategy Consultants. "Eine Rolle spielen jedoch auch die unterschiedlichen Erwartungen der Akteure entlang der Wertschöpfungskette sowie Probleme bei der Finanzierung von Projekten, um die Energieeffizienz zu steigern. In der Region sind weder Unternehmen noch Verbraucher ausreichend für das Thema Energieeffizienz sensibilisiert."

Die an der Studie beteiligten Unternehmen fordern deshalb die Regierungen in Südostasien auf, in den kommenden Jahren Energieeffizienztechnologien entschlossener zu fördern. Dabei sollte die Politik für einen übergeordneten politischen Regulierungsrahmen sorgen und als treibende Kraft die verschiedenen Interessenvertreter zusammenbringen.

"Auch der Privatsektor sollte sich bei der Weiterentwicklung des Energieeffizienzmarktes aktiver einbringen", sagt Joost Geginat, Managing Partner von Roland Berger Strategy Consultants Southeast Asia. "Wir empfehlen den Unternehmen daher, ihre Energieeffizienzprodukte um eine Dienstleistungskomponente zu erweitern. Damit würden sie ihr Produktportfolio erweitern und ihren Kunden eine ganzheitliche Lösung anbieten. Multinationale Konzerne können hier als Katalysator wirken, indem sie in ihren Betriebsstätten weltweit die gleichen Leitlinien zur Energienutzung anwenden und die energieeffizientesten Produktionsverfahren einsetzen. Damit können sie Energieeffizienzstandards in ihren Industriezweigen setzen und sich als Vorbild für andere Unternehmen in Südostasien etablieren."

Quelle: Roland Berger Strategy Consultants / Singapur, 3. November 2011
Zum Originaltext auf rolandberger.com


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