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Umwelttechnik hofft auf kräftige Impulse


16.01.08
Grosse Erwartungen setzen österreichische Unternehmen in die Envietech 2008, den ersten europäischen Kongress für Umwelttechnik und erneuerbare Energie, der Ende Jänner in Wien über die Bühne geht. Ziel des Kongresses ist es, eine europäische Leitveranstaltung zu schaffen, um den Wachstumsmarkt Umwelttechnik zu forcieren. Laut einer Studie des Consultingunternehmens Roland Berger liegt das Marktpotenzial der Branche in Österreich derzeit bei 4,8 Milliarden €. Die jährlichen Wachstumsraten sollen acht Prozent betragen, bis 2030 könnten jährlich mehr als 30 Milliarden € umgesetzt werden (siehe Grafik). EUweit wird der derzeitige Markt auf 230 Milliarden € geschätzt.

Marktstellung stärken
Zahlreiche heimische Unternehmen aus der Branche wollen im Zuge des Umweltkongresses ihre Marktstellung ausbauen: "Die Strabag versucht dem enormen Marktwachstum Rechnung zu tragen und verstärkt laufend die Aktivität in diesem Segment", sagt ein Sprecher des Baukonzerns. Nicht umsonst seien Umwelt- und Energietechnik beim G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm zu den Schlüsseltechnologien bis Mitte des 21. Jahrhunders erklärt worden. Die Strabag selber beschäftigt in diesem Bereich mehr als 400 Mitarbeiter und erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von über 120 Millionen €. Peter Verwanger, Leiter Umwelttechnik der Sattler AG, einem Hersteller von Sonnenschutz- und technischen Textilien, will ein Auge auf internationales Publikum aus jenen Märkten werfen, in denen die Bereiche Umwelttechnik und erneuerbare Energie noch am Anfang der Entwicklung stehen. Er erwartet sich eine hohe Anziehungskraft des Veranstaltungsortes Wien für Besucher aus dem zentral- und osteuropäischen Raum. Verwanger rechnet mit einem nachhaltigen Wachstum, dass von der restlichen Konjunkturentwick lung weitgehend entkoppelt sein soll. Joachim Hirtenfellner, Marketing Manager von Komptech, Spezialist für Abfallbehandlungsmaschinen, rechnet mit neuen Kontakten im Bereich der Abfallwirtschaft. Investitionen im osteuropäischen Raum würden laut Hirtenfellner derzeit österreichischen Unternehmen aus diesem Bereich starken Auftrieb geben.


Quelle: Wirtschaftsblatt, 15.01.2007 (Thomas Pressberger)
Zum Originaltext HIER


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