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Enbasys entwickelt Hochlastfermenter


07.02.08

Die Erzeugung von Biogas aus Schlempen bzw. Abwässern der Biotreibstoffproduktion wird seit einiger Zeit intensiv diskutiert. Wesentlich bei der Produktion von Biotreibstoff ist die Optimierung der Gesamtenergiebilanz. Mit steigender Nachfrage nach Biotreibstoffen können in Zukunft die Reststoffe der Produktion (Schlempen aus Bioethanolproduktion, Reststoffe aus der Biodieselproduktion;) nicht mehr sinnvoll im Markt untergebracht werden. Insbesondere die Produktion von DDGS (Dried Diestillers Grain with Solids) aus der Bioethanolproduktion ist sehr energieintensiv.

Eine Alternative ist daher die Umsetzung der Biotreibstoff-Reststoffe zu Biogas, welches zur Bereitstellung von elektrischem Strom und Wärme (Dampf) genutzt werden kann.

Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz sowie Eigendeckung des Wärmebedarfs sprechen eher für große Anlagen (Friedl, et al. 2006). Bisher ist allerdings die Dimension der Biogasanlage (Fermentervolumen) limitierend gewesen, da für derartige Anlagen der Biotreibstoff-Industrie landwirtschaftliche Technologie mit Substratverweilzeiten von bis zu 100 Tagen nicht wirtschaftlich anwendbar ist.

Enbasys konzipierte eine Technologie, die bei hoher Prozessstabilität eine sehr hohe organische Beladungsrate des Fermentersystems erlaubt. Dadurch wird auch für Großanlagen der Biotreibstoffproduktion die Baugröße der Biogasanlage auf ein tragfähiges Maß reduziert. Abgesehen von der angewandten Biogastechnologie ist der Gärrest aus der anaeroben Fermentation bei diesen Größenordnungen nicht mehr in der Landwirtschaft unterzubringen.

Basis ist das System eines „Hybrid Hochlastfermenters“, das die Vorteile des Schlammbettreaktors mit den gerührten Systemen kombiniert. Durch das innovative Design werden die Verweilzeiten, bei sehr hohen Abbauraten, gegenüber Standardanlagen wesentlich verringert. Daher sind höhere Raumbelastungen Standard. Es handelt sich bei dem System um Hochlastfermenter, die einen intensiven Kontakt zwischen Bakterien und Substrat gewährleisten. Generell ist das Fermentationssystem daher besonders für jegliche Substrate mit hohem CSB Gehalt (>20000 gO2/m³) geeignet


Quelle: enbasys gmbh / 07.02.2008
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